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Die Rasierklinge – alles was du über den geheimen Held deiner Rasur wissen musst Die Rasierklinge – alles was du über den geheimen Held deiner Rasur wissen musst

Die Rasierklinge – alles was du über den geheimen Held deiner Rasur wissen musst

Wie du vielleicht mitbekommen hast, arbeiten wir momentan daran, unsere eigene Rasierklinge auf den Markt zu bringen. Für uns ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Gleichzeitig ist es aber auch eine Herzensangelegenheit, denn wie die Überschrift bereits andeutet, hält die Rasierklinge einen zentralen Platz in deiner klassischen Rasur inne. Da sie das einzige Wegwerfprodukt im Zuge der klassischen Rasur ist, steht für uns die Qualität der Klinge an erster Stelle.

Aber auch die beste Rasierklinge muss nach einigen Rasuren ausgetauscht werden. Wie ihr die Lebensdauer eurer Klinge verlängern könnt und wie häufig ihr diese wechseln solltet, erfahrt ihr weiter unten im Beitrag. Zuvor gehe ich auf Herstellung, Arten von Rasierklingen und entsprechenden Qualitätsmerkmalen ein.



Die Geschichte der Rasierklinge

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden Rasierklingen als eigenständiges Rasurprodukt erfunden und konnten sich im Laufe des 20. Jahrhunderts im Rasur- und Bartbedarfsbereich etablieren. Insbesondere für Rasuren mit Rasierhobeln, Shavettes (Rasiermesser mit Wechselklinge) und Systemrasieren bleibt der Bedarf auch im 21. Jahrhundert bestehen. Sie sind ein elementarer Bestandteil der klassischen Rasur und maßgeblich für Erfolg oder Misserfolg einer jeden Rasur. Durch ihre extreme Schärfe werden Rasierklingen häufig mit großem Respekt behandelt und das ist auch gut so. Nicht zuletzt im Fernsehen werden wir, beispielsweise in Filmen, häufig mit den „blutigen“ Folgen von unachtsamer oder vorsätzlicher Nutzung von Rasierklingen konfrontiert. Ähnlich wie beim Hantieren mit einer Messerklinge beim Kochen, ist es auch angebracht Rasierklingen mit einer entsprechenden Vorsicht zu handhaben. Im Umkehrschluss ist es aber genau dieser hohe Grad an Schärfe, der den Grundstein für eine erfolgreiche Rasur legt. Hier stellt sich die Frage: Wie werden Rasierklingen eigentlich produziert?



Herstellung einer Rasierklinge

Allgemein gesagt ist eine Rasierklinge ein dünnes Blatt aus Edelstahl mit zwei scharfen Seiten. Wenn man sich die Herstellung allerdings einmal genauer betrachtet, wird man schnell feststellen, dass eine Rasierklinge das Ergebnis von vielen Produktionsschritten ist. Heinz Dieter Becker, Geschäftsführer der thüringischen Rasierklingenfirma Feintechnik, sagte in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin brand eins, dass „ein komplexes Zusammenspiel aus dem richtigen Stahl und verschiedenen Härte-, Schleif- und Beschichtungsprozessen nötig“² sei, um hochwertige Rasierklingen zu produzieren. Nachdem die Kontur der Klinge aus Bandstahl gestanzt wird, folgt der Härteprozess. Hierbei wird das Material erhitzt (bei ca. 1200 Grad Celsius), um die Federung der Klinge zu fördern. Anschließend werden die beiden Klingenseiten geschliffen bevor sie mit einer Hartmetall- und Teflonbeschichtung überzogen werden. Die Beschichtungen geben der Klinge Langlebigkeit und optimieren die Rasurleistung. Je nach Hersteller variiert dieser Prozess von Bandstahl zur fertigen Klinge minimal, sodass auch die Rasierklingen Unterschiede in den Bereichen Schärfe, Langlebigkeit, Flexibilität und Qualität aufweisen.



Nutzung und Arten von Rasierklingen

Die bekanntesten und etablierten Produzenten von Rasierklingen sind Astra, Derby, Feather, Gilette, Mühle und Wilkinson. Die fertigen Rasierklingen der verschiedenen Top-Anbieter unterscheiden sich teilweise nur in Nuancen (beispielsweise im Schliff oder der Beschichtung). Auf welche Rasierklingen du dich letzten Endes festlegst, solltest du durch eigenständiges Testen herausfinden. Alle Bärte haben unterschiedliche Ansprüche und auch deine Erfahrung mit der klassischen Rasur spielt eine wichtige Rolle bei der Klingenwahl. Große Unterschiede findest du hauptsächlich bei der Härte und dem Grat der Klinge. Als Faustregel lässt sich festhalten: Desto spitzer der Grat der Klinge desto schärfer die Klinge an sich. Eine, im Vergleich, extrem scharfe Klinge benötigt auch ein entsprechendes Handling, da sie dir wenige Unachtsamkeiten verzeihen wird.

Wir haben uns dazu entschieden, unseren Produkten Astra-Klingen beizulegen. Astra-Klingen sind vergleichsweise langlebig und, wenn auch etwas anspruchsvoll in der Handhabung, eine gute Klinge für Anfänger und Fortgeschrittene der klassischen Rasur.

Feather-Klingen aus Japan sind ein gutes Beispiel für anspruchsvolle Klingen, die primär für Fortgeschrittene geeinigt sind. Diese sind dünner und schärfer als die große Mehrheit ihrer Konkurrenten und benötigen ein Anwender mit einem guten Gefühl für die Handhabung. Bei der richtigen Vorbereitung und einer geübten Hand können diese Klingen jedoch hervorragende Rasurergebnisse erzielen.

Rasierklingen für den Wechselbedarf werden zumeist in drei verschiedenen Ausführungen angeboten. Eine Größennorm:

Klingenköpfe für Systemrasierer
Diese wirst du nicht flexibel einsetzen können, da sie von den Herstellern immer eigens für ihre Systemrasierer entwickelt und vertrieben werden. In der Regel befinden sich in einem Klingenkopf zwischen 3 und 5 Klingen.

Single Edge Blade
Eine einschneidige Rasierklinge, die seltener verbreitet ist als die zweischneidige Alternative. Häufig wird sie bei Single Edge Hobeln und älteren Rasiermessermodellen verwendet.

Double Edge Blade
Eine zweischneidige Rasierklinge, die hauptsächlich in Rasierhobeln und Wechselklingenmessern zum Einsatz kommt. Beim Wechselklingenmesser (Shavette) wird auch eine solche Klingenart verwendet, auch wenn es nur eine freiliegende Klinge im Messer gibt. Die Klinge kann in der Mitte (durch vorsichtiges Knicken) geteilt werden. Dadurch kann man sich an einer Double Edge Klinge quasi doppelt erfreuen.



Hobel und Wechselklingenmesser nutzen jeweils nur eine Klinge für die Rasur. Systemrasierer hingegen sind mit bis zu 5 ausgestattet. Wie an anderen Stellen bereits erwähnt, ist dieser Unterschied häufig ein Pluspunkt für die traditionellen Rasierer. Die eine Klinge wird nicht von Plastik „versteckt“, sondern tritt in unmittelbaren Kontakt mit der Haut, wodurch die Rasur noch präziser und gründlicher ausfällt.


Qualität erkennen

Für die Wahl der richtigen Rasierklinge ist insbesondere der Preis ein wichtiger Wegweiser. Qualität hat auch bei Klingen ihren Preis. Pro Klinge darfst du gerne mehr als 10 Cent ausgeben und dich an Produkte der etablierten Marken halten. Mit Fälschungen oder minderwertiger Ware aus dem fernen Ausland wirst du langfristig nicht glücklich (auch wenn du vielleicht im ersten Moment Geld sparst). Die Verarbeitung ist hier normalerweise nicht so hochwertig wie bei Markenprodukten. Auch der Kantenschliff und der Härtegrad können nicht mit den „Originalen“ mithalten.



Wann muss die Klinge gewechselt werden?

Eine Rasierklinge wird durch jede Rasur stumpfer – so viel sollten wir zu Beginn dieses Absatzes einmal festhalten. Je stumpfer die Klinge desto unangenehmer die Rasur. Diese „Weisheit“ lässt sich dadurch erklären, dass eine stumpfe Rasierklinge nicht mehr über die Haut gleitet und die Haare ohne Probleme abschneidet. Im Gegenteil: Haare werden bloß ausgerissen und entsprechend schmerzhaft ist die Rasur und die Folgen im Nachhinein (Rasurbrand, Hautreizungen und eine nicht gründliche Rasur).

Um deinen Klingen ein möglichst langes Leben zu bescheren, solltest du Zeit und Sorgfalt in die Rasurvorbereitung und die richtige Reinigung nach der Rasur legen. Durch die richtige Rasurvorbereitung öffnest du deine Poren, weichst deine Haare auf und erhältst durch die Anwendung von Rasierschaum oder -öl eine schützende Schicht auf der Haut. Dadurch hat es dein Rasierer merklich leichter seine Arbeit zu verrichten.

Nach der Rasur solltest du dafür sorgen, dass deine Klinge keinen Rost ansetzen kann. Dadurch solltest du deinen Rasierer und die Klinge an der Luft trocknen lassen.

Leider gibt es, auch bei Beachtung dieser Tipps, keine allgemein gültige Faustregel über die Haltbarkeit von Rasierklingen. Viele Faktoren haben Einfluss auf den Zustand der Klinge. Das fängt bei deinem Barttyp an und hört bei deiner Rasurtechnik auf. Ob du deine Klinge nun 4 oder 10 Mal benutzen möchtest, liegt im Endeffekt auch bei dir und deinem persönlichen Empfinden. Manch einen mag es noch nicht direkt stören, wenn die Klinge erste Zeichen von Unschärfe zeigt. Jemand anderes greift dann direkt zu einer neuen Klinge. Zu der zweiten Personengruppe würde ich mich auch selbst zählen. Eine scharfe Klinge ist für mich das A&O der klassischen Rasur



Fazit

Rasierklingen sind ein häufig unterschätzter Bestandteil deiner Rasur. Mit einer guten Klinge steht und fällt das Endergebnis. Nimm dir die Zeit und setze dich mit den verschiedenen Rasierklingen auf dem Markt auseinander. Achte beim Kauf auf Qualität und sei gewillt etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Die Rasur wird dadurch zu einem noch schöneren Unterfangen.

Wie häufig eine einzelne Klinge zum Einsatz kommt, ist von Person zu Person unterschiedlich. Mit der richtigen Pflege kannst du die Lebensdauer einer Klinge zumindestens etwas verlängern.





1 https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2014/geld/warum-sind-rasierklingen-so-teuer

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